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Rückblick auf den EduAction-Bildungsgipfel

29 Okt 2018

Am 25./26. Oktober fand in Mannheim der EduAction-Bildungsgipfel Rhein-Neckar 2018 statt. Das Motto des diesjährigen Bildungsgipfels war „Zukunftskompetenzen“.  Welche kreativen, sozialen, lebens- und umsetzungspraktischen Kompetenzen benötigen wir, um im digtialen Zeitalter mit seiner Vernetzung und Kollaboration agil, selbstwirksam und erfolgreich zu sein? Und wie entwickeln wir die erforderlichen Konsequenzen ganz konkret? Hier ein kleiner Rückblick auf den Bildungsgipfel.

Ich sitze gerade im IC auf der Rückreise vom EduAction-Bildungsgipfel. Der Zug fährt am Rhein entlang – oder an dem, was von ihm übriggeblieben ist. Ein kleines Rinnsal, auf dem nur halb beladene Frachtschiffe mühsam den Weg suchen. Ich musste unwillkürlich an den eben zu Ende gegangen Bildungsgipfel denken. Auch in der Bildung und Weiterbildung suchten die Experten Wege in unsicher gewordenen Fahrrinnen. Und sorgen sich vor den Klippen, die das Schiff jederzeit auf Grund laufen lassen können. Manche haben sogar die Maschinen ganz gestoppt und sind vor Anker gegangen, um auf mehr Wasser zu warten. Nur in einem sind sich alle einige – zurück geht es nicht mehr. Das Schiff Bildung und Weiterbildung ist nicht mehr zu wenden.

Hat der Bildungsgipfel dazu beigetragen, Sicherheit zu geben? Ein klares Jein. So wie ein Platzregen den Rhein nicht wieder auffüllt, so konnte der Bildungsgipfel einige Klippen aufzeigen und einige Fahrrinnen vertiefen. Allerdings – die entscheidenden Fragen blieben zum größten Teil unbeantwortet. So erfuhr man in den Impulsvorträgen, Workshops und Kursen viel Bekanntes im Sinne von „Was ist zu tun?“ Damit erhielten die Besucher zumindest wichtige Orientierungsmarken oder sahen ihre Orientierungsmarken bestätigt. Allerdings – die Frage „Wie ist es zu tun?“ blieb oft unbeantwortet oder vage.

Für mich hat das dem Ganzen jedoch keinen Abbruch getan. Denn die Wie-Frage ist zu komplex, zu vielschichtig, zu facettenreich und zu individuell als dass man an auf einem Kongress Antworten finden könnte. Und so war der Bildungsgipfel mit seinen wie auf jedem Kongress vorzüglichen, durchwachsenen und manchmal auch weniger guten Beiträgen und trotz einiger organisatorischer Stolperer ein guter Erfolg. Sehen wir also kurz rein in den Gipfel.

Die bundesweite Leitkonferenz für Bildung richtet sich schwerpunktmäßig an Vertreter der schulischen bzw. universitären Bildung. Entsprechend war das bunte Programm an Impuls-Vorträgen, Workshops und Kursen vor allem auf diese Klientel abgestimmt. Doch auch für Vertreter der betrieblichen Weiterbildung war eine ganze Menge Interessantes dabei.

Für die betriebliche Weiterbildung war unter anderem von Bedeutung, wie sich die klassische Weiterbildung in Richtung Kompetenzentwicklung bewegt. Klar, vieles ist schon lange bekannt. So entdeckte ich Aspekte, die schon vor 20 Jahren im Siemens Management Learning umgesetzt worden sind. Und dass die Aneignung von Vorratswissen nicht mehr zielführend ist lockt heute auch keine Weiterbildungsprofi mehr hinter dem Ofen hervor. Doch was man auf dem Bildungsgipfel gespürt hat sind eine Sensibilisierung und eine Änderung des Blickwinkels. Soziale Kompetenzen, um Wissens- und Erfahrungsaustausch durch kollaboratives Lernen zu fördern, werden immer wichtiger. Medienkompetenzen nehmen immer mehr an Bedeutung zu. Dabei geht es weniger um die technische Nutzung der Werkzeuge, das kann man lernen. Es geht vielmehr darum, mit den Medieninhalte souverän umzugehen und von und mit ihnen zu lernen. Es geht darum,  richtig von falsch, Fake News von Wahrheiten zu unterscheiden, und dies, obwohl die Trennschärfe immer weiter verloren geht. Aber auch die Rolle der Werte im Kontext des selbstorganisierten Lernens war ein neuer Aspekt, den man im Auge behalten sollte.

Schwerpunkt des EduAction-Bildungsgipfel war, wie schon geschrieben, die schulische und universitäre Bildung und der Einfluss der Digitalisierung des Lernens auf die Bildung. Leider stecken viele Schulen aus den unterschiedlichsten Gründen noch in den Anfängen oder sind noch gar nicht aus den Startlöchern gekommen. Doch es ist inzwischen fast allen bewusst, dass sich auch die schulische und universitäre Bildung ändern muss, wenn Deutschland weiter in der ersten Liga mitspielen will. Der Blick auf das, was in den Schulen passiert, ist auch für Profils der betrieblichen Weiterbildung wichtig. Nur wenn die Vorgehensweisen in Schulen, Berufsschulen, Universitäten und Betrieben abgestimmt sind, dann wird Lernen nahtlos möglich sein. In der Industriezeit hat das geklappt und auch gepasst. Schule: Frontalunterricht; Berufsschule: Frontalunterricht; Universität: Frontalunterricht; betriebliche Weiterbildung: Frontalunterricht.  Diese Kette muss neu, facettenreicher und vielfältiger aufgebaut werden mit selbstorganisiertem Lernen, kollaborativem Lernen, Erlebnislernen und vielem mehr.

Ich bin sicher, dass wir das schaffen. Aber das geht nicht ohne Mut, Konsequenz und Kreativität.

Lernende Grüße aus dem Rheinland

Konrad Fassnacht

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Konrad Fassnacht

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