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Lernen – eine Kernkompetenz in der digitalen Zeit

28 Dez 2018

Eben habe ich einen der vielen Artikel gelesen über die Zukunft der Arbeit und über die Jobs, die durch Künstliche Intelligenz, Roboter und Co. verloren gehen werden. Auch in diesem Artikel wurde wieder die Frage aufgeworfen, was zu tun ist, um beschäftigungsfähig zu bleiben und nicht von digitalen Technologien verdrängt zu werden. Als eine der Schlüsselkompetenzen wurden dabei die Lernfähigkeit und damit verbunden die Lernwilligkeit genannt, um auf Veränderungen im Beruf rasch reagieren und gegebenenfalls sogar schnell einen neuen Beruf ergreifen zu können. Diese Erkenntnis hat weitreichende Konsequenzen und verändert die Grundlagen des Lernens. 

Bisher lernen wir in erster Linie, um in unserem Job besser zu werden und um neue Anforderungen in unserem Job bewältigen zu können. Doch was passiert, wenn unser Job sich komplett verändert, eventuell sogar ganz verloren geht, weil Roboter und Co. ihn besser machen oder weil er gar nicht mehr benötigt wird? Wer oder was zeigt uns dann einen neuen Weg auf? Der Arbeitgeber? Vielleicht, aber verlassen würde ich mich darauf nicht. Es liegt an jedem Einzelnen, derartige Entwicklungen, die den Job gefährden, zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren. Ein Schlüssel hierzu ist die eigene Lernfähigkeit, mit der wir auf Veränderungen rasch und vielleicht sogar proaktiv reagieren können. Allerdings – ein, zwei Mal im Jahr auf ein Seminar zu gehen macht uns nicht besonders agil, was das Lernen angeht. 

Nun gibt es hinreichend viele selbsternannte Gurus, die davon predigen, das Lernen neu erfunden werden muss. Da kann ich nur sagen: „Papperlapapp“. Unsere Lernfähigkeit als Kernkompetenz der digitalen Zeit muss nicht völlig neu aufgebaut werden. Wir müssen sie „nur“ ausgraben und dann digital aufpolieren. Und wie machen wir das?

Denken Sie einmal zurück an Schule, Ausbildung oder Studium. Da war Lernen Ihr Job. Sie haben den ganzen „Arbeitstag“ nichts anderes gemacht. Manche lernten leichter, manche taten sich schwer, wie im „normalen“ Job auch. Mit dem Übergang ins Berufsleben fand das „Entlernen“ statt. Der Job stand im Mittelpunkt, und zu Beginn war auch noch viel zu Lernen, bis wir im Job angekommen waren. Aber je besser wir im Job wurden umso mehr geriet das Lernen in den Hintergrund. Dabei verschwand es nie ganz. Und da meine ich jetzt nicht die Seminare, sondern das Lernen am Arbeitsplatz, das wir immer gepflegt haben, aber in der Regel unreflektiert und unstrukturiert. Die Rückbesinnung auf unseren „Lern-Job“ in Schule, Ausbildung oder Studium und an das verdeckte Lernen im Job geben uns den Rahmen für unsere neue Lernkompetenz, die in der digitalen Zeit lebensnotwendig wird. 

Damit bin ich beim zweiten Faktor, dem digitalen Aufpolieren des Lernens. Denn der Rückgriff auf Schule, Ausbildung oder Studium reicht für das Lernen in der digitalen Zeit nicht. Wir müssen mit vielfältigen digitalen Medien lernen. Dazu gehört natürlich das selbstgesteuerte Lernen mit formalen und informellen Lernmaterialien wie Web Based Trainings, Lernvideos, Youtube-Videos, etc. Dazu gehört aber auch die Bewertung der Relevanz und Richtigkeit von Quellen im Internet. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch der Wissens- und Erfahrungsaustausch mit anderen Personen unter dem Einsatz von Medien wie Blogs, Wikis, Foren, Social Media und vielem mehr. Und ganz wichtig – die Reflexion über das „im Vorübergehen“ gelernte. 

Fazit: Beim Lernen als einer Kernkompetenz der digitalen Welt müssen wir Lernen zur Chef-Sache machen – zu unserer eigenen Sache. Nur wir alleine sind dafür verantwortlich, wie wir den Übergang in die digitale Welt schaffen und wie wir durch Lernen die erforderlichen Kompetenzen kontinuierlich weiterentwickeln und immer wieder neu ausrichten. Unser Unternehmen oder andere Institutionen oder der Staat können nur flankieren. Sie können uns den Nussknacker geben – aber knacken müssen wir die Nüsse selbst. 

Lernende Grüße aus dem Rheinland

Konrad Fassnacht

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Konrad Fassnacht

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