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Der Dieb des Monats

10 Jan 2019

Sicherlich kennen Sie firmeninterne Wettbewerbe wie der „Mitarbeiter des Monats“ oder der „Verkäufer des Jahres“. Doch was halten Sie vom firmeninternen „Dieb des Monats“? Und was halten Sie davon, wenn man umgekehrt belohnt wird, wenn man sich hat bestehlen lassen? Hört sich schräg an, ist es aber nicht, wenn man bedenkt, was man stiehlt und was man sich stehlen lässt. Michael Schrage stellt in seinem Artikel „A Simpler Way to Get Employees to Share” (Business Harvard Review, Dezember 2012) dieses Konzept des Stehlens und Bestohlenwerdens vor. Sicher können Sie sich denken, dass es nicht um goldene Kugelschreiber geht, sondern um Wissen und Informationen und damit um informelles Lernen in einem Unternehmen.

Achtung: Hier geht es nicht um Cyber-Kriminalität, sondern um „Diebstahl“ im Sinne von Austausch von Wissen, Ideen und Informationen auf eine motivierende Art!

Die Idee ist einfach und genial. Das Top-Management belohnt Mitarbeiter oder Teams, die Mehrwert für das Unternehmen schaffen, indem sie Ideen und Wissen aus anderen Abteilungen aufgreifen und in der eigenen Abteilung Nutzen damit generieren. Jeden Monat wird derjenige, der das am besten umsetzt, oder entsprechend ein Team, als „Dieb des Monats“ ausgezeichnet.

In dieser Form ist der Prozess aber noch schief. Will ich mich wirklich „beklauen“ lassen? Und dann auch noch stolz sein, bestohlen worden zu sein? Ja, will ich. Und auch das geht ganz einfach. Es gibt einen zweiten Preis, den Preis „Wir wurden ausgeraubt“. Mitarbeiter oder Teams, die ihr Wissen und ihre Ideen so umfassend bereitgestellt haben, das andere damit in ihrer Abteilung Mehrwert generieren konnten, wurden belohnt.

„Dieb des Monats“ und „Ausgeraubter des Monats“ – ein wie ich finde spannende Ansatz, um den so wichtigen Austausch von Wissen und Information bereichsübergreifend zu motivieren.

Spannend wird das Ganze, wenn man es nicht mehr nur vor Ort durch persönliche Gespräche mit Personen aus Nachbarabteilungen macht, sondern Kollaborationstools einsetzt. Hier bringt Michael Schrage einen netten Vergleich: man kocht nicht deshalb besser, weil man eine hochmoderne Küche mit hervorragenden Kochutensilien hat. Auch bei der virtuellen Zusammenarbeit und dem Wissensaustausch über Standorte hinweg spielen Tools eine wichtige Rolle, aber eben nur eine Rolle von mehreren. Die Idee des Diebes und des Bestohlenen sind hingegen Konzepte, um die Mitarbeiter zur Nutzung der modernen Kollaborationstools zu motivieren. Und damit auch ortsunabhängig und informell voneinander und miteinander zu lernen.

Wenn Sie der Originalartikel interessiert, dann finden Sie diesen in der Harvard Business Review.

Lernende Grüße aus dem Rheinland

Konrad Fassnacht

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Konrad Fassnacht

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