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Toolmania – und wie man mir ihr umgeht (mit Praxistipps)

21 Mrz 2020

Auf Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter und Co. haben sie Hochkonjunktur, die Empfehlungen für Tools. Immer wieder lese ich von „dem Super-Tool“. Hier eine Auswahl dieser Meldungen:

  • „Ich habe heute erstmals mit WebEx gearbeitet. Das beste Tool, das es gibt. Unbedingt einsetzen.“
  • „Probiert mal GoToMeeting. Einfach grandios, was man da alles machen kann.“
  • „Zoom ist auf dem aufsteigenden Ast, solltet ihr einsetzen.“
  • „Hier eine neue Liste mit Collaboration-Tools. Megageil, alle 25 Tools sind super.“

Tools, Tools, Tools, wohin man schaut. Eine regelrechte Toolmania und ein Empfehlungswettbewerb. Dabei kann man sagen, dass die meisten Tools, die schon länger auf dem Markt sind, alle gut bis sehr gut sind. Jedes hat seine Vorteile, und jedes hat seine Macken. Am Ende kommt es immer darauf an, was man damit macht. So kann ein versierter Anwender aus dem relativ funktionsarmen GoToMeeting mehr herausholen als ein unbedarfter Anwender aus WebEx.

Am Ende des Tages kommt es unabhängig vom Tool darauf an, dass man die richtige Anwendungskompetenz und die richtige Methodenkomptenz hat. Was ist damit gemeint? Wir haben vor langer Zeit im Zusammenhang mit dem Thema „Führen aus der Ferne“ ein einfaches Ebenenmodell entwickelt, dass auch für die Zusammenarbeit aus der Ferne trefflich einsetzbar ist. Die folgende Abbildung stellt diese Modell dar. 

Das Modell zeigt, in welchen Bereichen man aktiv werden muss, damit die Zusammenarbeit und das Führen aus der Ferne klappt. Dadurch werden diese Aufgaben strukturiert und besser handhabbar.

Die Ebenen 4, 5 und 6 betreffen die Tools. 

Ebene 6 ist Aufgabe der IT-Abteilung oder des Providers. Diese stellen die Tools bereit. 

Ebene 5 bedeutet, dass die Anwender mit den Funktionalitäten souverän umgehen können. Sie müssen wissen, was das Tool kann und wie man welche Funktion technisch nutzt. Im Prinzip ist das wie Autofahren. Wenn ich mit dem Auto fahre muss ich souverän damit umgehen können, damit ich mich voll auf den Verkehr konzentrieren kann. Damit ich das schaffe mache ich die Fahrschule, und dann heißt es üben, üben, üben. Online-Moderatoren und Webinar-Trainer müssen in diesem Sinne die Anwendungskompetenz besitzen, um das Tool souverän zu nutzen. Auch hier heißt es Schulung und dann üben, üben, üben. 

Beispiel hierzu:

  • Die meisten Referenten oder Moderatoren in Skype for Business-Meetings wissen nicht, dass man mit Markierungswerkzeugen auf Folien und Whiteboard schreiben kann – und auch die Teilnehmenden darauf schreiben lassen kann. Sie wissen noch nicht einmal, dass man Powerpoint-Folien hochladen kann und arbeiten ausschließlich mit dem Teilen des Bildschirms. 

Und dann kommt die wichtige Ebene 5, die Methodenkompetenz. Hier ist aktuell die Lücke am Größten. Wie kann ich die Funktionen des Tools so einsetzen, dass mein Meeting oder mein Training attraktiv und zielführend ist, den Nutzen maximiert und auch noch Spaß macht?

Hierzu zwei Beispiele:

  • Um die Nachhaltigkeit von Vereinbarungen in einem Teammeeting zu steigern, werden die Teilnehmenden noch im Meeting am Protokoll beteiligt. Man legt eine Folie auf, in dem jeder Teilnehmende ein Feld hat, in das er seine Aufgaben, seine To Do’s, einträgt. So kann man gleich sehen, ob alles richtig verstanden worden ist. Die folgende Abbildung zeigt, wie so etwas aussehen kann. 

  • Viele Trainerinnen und Trainer haben Sorge, dass ihnen ihre Methodenvielfalt online verloren geht. Es lassen sich jedoch die meisten Seminarmethoden mit der entsprechenden Anpassung in den Webinar-Raum bzw. ins Online-Meeting übertragen. So lassen sich die Methode des Worldcafes übertragen, mit den Disney-Denkstühlen kreative Ideen entwickeln oder mit der Treppe die Entstehung von Gerüchten simulieren.

Alle diese Beispiele gehörten zur Methodenkompetenz. Anwendungskompetenz und Methodenkompetenz sind gemeinsam das „Dreamteam“ der Online-Meetings, Online-Schulungen und Webinaren. Wer nur mit dem Tool tanzt wird dessen Potential nicht annähernd ausschöpfen. 

Lernende Grüße aus dem Rheinland

Konrad Fassnacht 

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Konrad Fassnacht

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